Wintercheck am Auto bei Sonnenaufgang mit Frostschutz, Batterie und Winterreifen

Auto winterfest machen: Was Autofahrer jetzt kontrollieren sollten

05. Oktober 2026 | von Taxi Pfeiffer

Der Herbst ist die richtige Zeit, um das eigene Auto auf die kommenden Wintermonate vorzubereiten. Kälte, Frost, Schnee, Eis, Nässe und schlechte Sicht stellen Fahrzeug und Fahrer vor besondere Herausforderungen. Wer einige wichtige Punkte rechtzeitig kontrolliert, kann nicht nur Pannen vermeiden, sondern auch sicherer durch die kalte Jahreszeit kommen.

Ein Wintercheck muss dabei nicht kompliziert sein. Viele Dinge lassen sich selbst überprüfen, bei anderen lohnt sich ein kurzer Besuch in der Werkstatt. Entscheidend ist, mögliche Schwachstellen nicht erst dann zu entdecken, wenn der erste Frost bereits da ist.

Reifen rechtzeitig überprüfen

Die Reifen gehören zu den wichtigsten Sicherheitsfaktoren im Winter. In Deutschland gibt es zwar keinen festen Zeitraum, in dem grundsätzlich Winterreifen vorgeschrieben sind. Bei winterlichen Straßenverhältnissen wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte gilt jedoch eine situative Winterreifenpflicht.

Vor dem Winter sollten deshalb Zustand, Luftdruck und Profiltiefe der Reifen kontrolliert werden. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe. Für Winterreifen empfiehlt sich jedoch deutlich mehr. Der ADAC rät zu mindestens vier Millimetern, weil die Fahreigenschaften bei winterlichen Bedingungen mit zunehmendem Verschleiß nachlassen.

Ebenso wichtig ist das sogenannte Alpine-Symbol auf Winter- und geeigneten Ganzjahresreifen. Es kennzeichnet Reifen, die die entsprechenden Anforderungen für winterliche Bedingungen erfüllen.

Beleuchtung kontrollieren

Im Herbst und Winter sind Autofahrer deutlich häufiger bei Dunkelheit unterwegs. Gleichzeitig können Nebel, Regen, Schnee und verschmutzte Straßen die Sicht zusätzlich beeinträchtigen. Eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung ist deshalb besonders wichtig.

Kontrolliert werden sollten unter anderem Abblendlicht, Fernlicht, Standlicht, Bremsleuchten, Blinker, Nebelleuchten und Rückleuchten. Auch die Scheinwerfer selbst sollten sauber sein. Schon eine Schicht aus Schmutz kann die Lichtausbeute deutlich beeinträchtigen.

Wer den Eindruck hat, dass die Scheinwerfer unterschiedlich hell leuchten oder die Fahrbahn nicht mehr richtig ausgeleuchtet wird, sollte die Beleuchtung fachgerecht überprüfen lassen.

Freie Scheiben sorgen für bessere Sicht

Gute Sicht ist im Winter unverzichtbar. Deshalb sollten die Scheiben innen und außen gründlich gereinigt werden. Gerade die Innenseite der Windschutzscheibe wird häufig unterschätzt. Ein dünner Schmutzfilm kann bei tiefstehender Sonne oder entgegenkommendem Licht zu störenden Reflexionen führen.

Auch die Scheibenwischer sollten kontrolliert werden. Schmieren sie über die Scheibe oder hinterlassen sie Schlieren, ist es Zeit für neue Wischerblätter.

Bei Frost gehört außerdem ausreichend Winter-Scheibenwaschflüssigkeit ins Fahrzeug. Sommerreiniger kann bei niedrigen Temperaturen einfrieren und im ungünstigsten Fall sogar Leitungen oder Düsen beschädigen.

Die Autobatterie nicht vergessen

Kälte setzt der Fahrzeugbatterie besonders zu. Eine Batterie, die im Sommer bereits erste Schwächen gezeigt hat, kann bei niedrigen Temperaturen plötzlich ihren Dienst verweigern.

Wer beim Starten bereits bemerkt, dass der Motor langsamer durchdreht als gewohnt, sollte das ernst nehmen. Ein Batteriecheck vor dem Winter kann verhindern, dass das Fahrzeug an einem kalten Morgen plötzlich nicht mehr startet.

Frostschutz und Flüssigkeiten prüfen

Neben der Scheibenwaschanlage sollte auch der Frostschutz im Kühlsystem kontrolliert werden. Ein ausreichender Frostschutz verhindert, dass das Kühlmittel bei Minusgraden gefriert und dadurch Schäden am Fahrzeug entstehen.

Auch Motoröl, Bremsflüssigkeit und weitere Betriebsflüssigkeiten sollten regelmäßig kontrolliert beziehungsweise entsprechend den Herstellervorgaben gewartet werden.

Das gehört im Winter ins Auto

Ein kleines Winter-Notfallset kann im Ernstfall sehr hilfreich sein. Dazu gehören beispielsweise ein stabiler Eiskratzer, eine Schneebürste und warme Handschuhe. Auch eine Decke kann sinnvoll sein, wenn man bei einer Panne längere Zeit im Fahrzeug warten muss.

Bei längeren Fahrten oder winterlichen Wetterlagen können außerdem eine Taschenlampe, etwas Trinkwasser und ein geladenes Mobiltelefon hilfreich sein. Wer regelmäßig in Regionen mit viel Schnee unterwegs ist, sollte sein Fahrzeug zusätzlich entsprechend der örtlichen Bedingungen ausrüsten.

Bremsen und Fahrwerk im Blick behalten

Winterliche Straßen verlangen auch dem Fahrwerk und der Bremsanlage einiges ab. Beim Reifenwechsel bietet sich deshalb eine kurze Kontrolle von Bremsen, Fahrwerk und Unterboden an.

Ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen beim Bremsen oder ein verändertes Fahrverhalten sollten nicht ignoriert werden. Gerade vor der kalten Jahreszeit ist es sinnvoll, mögliche Probleme frühzeitig erkennen und beheben zu lassen.

Auch saubere Leuchten und Kennzeichen sind wichtig

Schnee, Matsch und Streusalz können sich während der Fahrt schnell am Fahrzeug festsetzen. Dadurch werden nicht nur die Karosserie, sondern auch Scheinwerfer, Rückleuchten, Spiegel und das Kennzeichen verschmutzt.

Deshalb sollte man sich angewöhnen, diese Bereiche regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen. Besonders bei längeren Fahrten kann sich die Sichtbarkeit des Fahrzeugs durch Verschmutzungen deutlich verschlechtern.

Winterfest ist nicht nur das Auto

Auch der Fahrer muss sich auf die veränderten Bedingungen einstellen. Nasse Straßen, Laub, Nebel, Dunkelheit, Schnee und Glätte können den Bremsweg verlängern und das Fahrverhalten des Fahrzeugs verändern.

Im Winter gilt deshalb besonders: Geschwindigkeit und Fahrweise müssen an die aktuellen Straßen- und Wetterverhältnisse angepasst werden. Ein größerer Sicherheitsabstand und eine vorausschauende Fahrweise können entscheidend sein, wenn plötzlich gebremst werden muss.

Der richtige Zeitpunkt für den Wintercheck

Wer sein Auto erst bei den ersten Minusgraden überprüft, kommt möglicherweise zu spät. Der Herbst bietet die ideale Gelegenheit, Reifen, Batterie, Beleuchtung, Scheiben, Flüssigkeiten und wichtige Fahrzeugkomponenten zu kontrollieren.

Ein gut vorbereitetes Fahrzeug macht den Start in die kalte Jahreszeit entspannter und sicherer. Und viele kleine Kontrollen können dabei helfen, größere Probleme oder unnötige Pannen zu vermeiden.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich rechtzeitig ein wenig Zeit für den Wintercheck. Denn wenn Schnee und Eis erst einmal da sind, ist es besser, wenn das Auto bereits vorbereitet ist.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft sowie überarbeitet.